Weyfeuer im Kreuzfeuer – Skandal in Polen

Veröffentlicht in Wichtiges, Richtiges mit Tags , , , , am 6 Juni 2008 von lkdwp

Bezugnehmend auf meine vorangegangene Rezension des manchem möglicherweise anachronistisch erscheinenden Werkes Weyfeures “Hitlers Armbandbärtchenhier, stolperte ich im Rahmen meiner Recherche über eine andere Rezension des Romans auf den Seiten der Gazeta Lubuska aus Zielona Góra hier.

„Nie wiem jak Wy“ meint der Autor Piotr Jędzura dort, und er hat recht.

Das Buch hat tatsächlich, selten für deutschsprachige Gegenwartsliteratur, eine Diskussion zunächst in Osteuropa bewirkt. Das Skandale und Skandälchen dem Literaturbetrieb seit Anbeginn der Zeit erst Öffentlichkeit schaffen ist eine allgemein bekannte Tatsache. Wenn allerdings selbst die georgische Kultusministerin Rachnata Lukatpinkeiga hier konstatiert, der Text sei „თხდღიანი სამუშაო ბრიუსელში მიემგზავრება“ („im Schulgebrauch für Deutsch als Fremdsprache an Fachhochschulen der Georgischen Föderation mit Einschränkungen geeignet“) und weiter verlautbart das Buch sei „ვიზიტის ფარგლებში ნინო ბურჯანაძე ნატო-ს გენერალურ წლის მანძილზე აღმოსავლეთის მიმართულებით უნდა ჰქონდეს. კონფერენციას ევროკავშირის ქვეყნების Hitlers Armbandbärtchen საპარლამენტო დელეგაციები, ევროპარლამენტისა დამდივანს“ („ein recht interessanter Roman“) hat das, bei aller verständlichen diplomatischen Zurückhaltung doch einen Nachrichtenwert der von der Mainstreampresse der BRD gerne aber zu Unrecht unterschlagen wird. Die Situation ist eindeutig: Weyfeuer wird gelesen. In der Heimat ignoriert, verbannt, verachtet scheint sein Sprachspiel, sein Ideenreichtum und seine gelegentlich antiquiert-anarchisch-anachronistische Interpretation der Welt die deutsche Sprache, die Weyfeuer nach Angaben des Hyperbel-Verlags erst mit 17 Jahren, getrieben durch den Wunsch nach Kommunikation mit erreichbaren gleichaltrigen Damen erlernte, zu revolutionieren.

Wir werden die Entwicklung beobachten.

Hartmut R. Weyfeuer – „Hitlers Armbandbärtchen“ eine Rezension

Veröffentlicht in Wichtiges, Richtiges mit Tags , , am 11 März 2008 von lkdwp

Gelegentlich fragt man sich als freier Journalist, wenn man den Briefkasten öffnet und erneut und erneut Rezensionsexemplare der ewig gleichen Epigonen vorfindet, wozu man komparative Lusitanistik und Sportökologie überhaupt studiert hat. Nicht so bei Hartmut R. Weyfeuers eben erschienenem Werk „Hitlers Armbandbärtchen“ das der ansonsten eher für die Veröffentlichung von revisionistischem Liedgut des frühen Manierismus bekannte Hyperbel-Verlag aus Dietzkirchen in Kleinstauflage veröffentlicht.

Weyfeuer, das ist nach Verlagsangaben kein anderer als der öffentlichkeitsscheue, sensible Richard Maria Vogler, der uns hier eindrucksvoll seine Vita offenlegt, mehr noch: sich selbst offenbart. Der völlig zurückgezogen lebende Niederrheiner ist im etablierten Kulturbetrieb ein unbeschriebenes Blatt – sein „Erstling“ besteht allerdings mühelos den quantitativen Vergleich mit dem Spätwerk von Kleist.

Das Buch scheint auf den ersten Blick wie ein Parforceritt durch Weyfeuers inzestuöse Altherrenphantasie, die, unfassbar oft, kongenial die Erfahrungswelten vietnamesischer Suppenköche zu spiegeln scheint. Dabei ist dem Leser schon nach 148 Seiten klar: hier geht es um mehr. Es geht um den Kern menschlichen Zusammenlebens: den Sexus, die Würzsoße des Krieges, wie Vogler/Weyfeuer das wohl beschreiben würde.

Intensiver als in Jonathan Littels „Wohlgesinnten“ erfährt und erfühlt der geneigte Leser die Gedankenwelt der Carlotta Maria Vogelsack – eben jener Protagonistin, über deren Zukunft, Vergangenheit und Gegenwart Weyfeuer – ganz im Stil seiner Vorbilder (Eugène Pirou, Konstantinos Simonides und Herbert Streicher, so die Auskunft seines Vormundes) – schlicht nichts zu berichten weiß.

Wer sich auf Reduktion als Stilmittel intellektueller Selektion einlassen mag und gleichzeitig genug von den Phrasenwelten vorgeblich schöpferischer Dichtkunst hat mag getrost einen Blick auf diese Neuerscheinung werfen.

[Link zum Buch]

Berliner Weißwurst – eine Delikatesse

Veröffentlicht in Wichtiges, Richtiges mit Tags am 27 Februar 2008 von lkdwp

Berliner WeißwurstAnders als sämtliche Gepardenforellen ist die Berliner Weißwurst eine anerkannte berliner Spezialität – und auch eine geschützte Herkunftsbezeichnung

Als Appellation d’Origine Contrôlée (geschützte Ursprungsbezeichnung) ist sie seit März 2008 durch die EU-Lebensmittelkommision geschützt und darf nur in Berlin und Frankfurt/Oder produziert werden.

Berliner Weißwurst Statistik - Verzehr

Untersuchung: 80% aller Informationen aus Blogs falsch oder unvollständig

Veröffentlicht in Wichtiges, Richtiges mit Tags , , , am 9 Dezember 2007 von lkdwp

(Bern) Eine nicht repräsentative Fallstudie des Sozialwissenschaftlers N. Miller aus New York ergab ein erschreckendes Bild, die Zuverlässigkeit von Informationen im WEB 2.0 betreffend. Seinen umfangreichen Analysen nach muss man davon ausgehen, das 79,3% aller in Weblogs veröffentlichten Informationen entweder sehr unvollständig oder schlich falsch sind.

Studie: 53,7% aller Blogs von anonymen Spinnern betrieben

Veröffentlicht in Wichtiges, Richtiges mit Tags , , am 9 Dezember 2007 von lkdwp

(Toronto) Einer Studie der Universität Uppsala (Schweden) nach werden 53,7 Prozent aller Blogs von anonymen Spinnern betrieben. Die Wissenschaftler geben an, das ihre Untersuchung dieser Zusammenhänge weiter ergeben hat, das die übrigen 37,1 Prozent der Blogs von Spinnern unter ihrem bürgerlichen Namen veröffentlicht werden.